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Interview mit Albrecht Dietze: "Wir müssen neue Wege beschreiten"

veröffentlicht um 16.05.2015, 06:21 von Toralf Richter   [ aktualisiert: 16.05.2015, 08:54 ]

Junior Trophy Erzgebirge wird um einen Wettkampf in Pirna erweitert - Initiator Albrecht Dietze übergibt Organisation an Toralf Richter

Seiffen - Mit dem Steinkuppen-Crosslauf ist in Holzhau die Sommer-Version der Junior Trophy Erzgebirge gestartet worden. Im Gespräch mit Andreas Bauer verrät Trophy-Initiator Albrecht Dietze einige Neuerungen in der durch Vielseitigkeit geprägten Wettkampfserie. Gleichzeitig blickt der Seiffener zurück auf den Winter.

Freie Presse: Die Sommer-Junior-Trophy ist in die neunte Runde gegangen. Ist die Serie nach wie vor populär?

Albrecht Dietze: Grundsätzlich schon - wir halten die Teilnehmerzahlen in der Serienwertung mit etwa 100 Kindern und Jugendlichen konstant, wobei zu den einzelnen Rennen teils über 200 Sportler antreten. Leider ist es uns bisher nicht gelungen, Nachwuchssportler außerhalb der Skilanglauf-Szene für unsere Wettkämpfe zu begeistern, was ja auch ein Ziel dieses Projektes war. Das hohe sportliche Niveau mag ein Grund sein - mit dem Ergebnis, dass Neueinsteiger, die nicht regelmäßig trainieren, hintere Plätze belegen. Dies ist natürlich für die Motivation nicht gerade förderlich. Hier müssen wir neue Wege beschreiten.

Gibt es Veränderungen beziehungsweise Neuerungen?

Angedacht ist, das Rahmenprogramm attraktiver zu gestalten, um auch den Kindern etwas zu bieten, die nicht zur Siegerehrung gerufen werden. Es zählt nicht nur der Leistungsgedanke, sondern der Spaß an der Bewegung. Neu ist auch, dass die Serie in diesem Sommer aus sieben statt nur aus sechs Wettkämpfen besteht. Ein Skiroller-Rennen in Pirna kommt hinzu, wodurch die Vielseitigkeit wächst. Um in die Serienwertung zu kommen, reichen weiterhin vier Teilnahmen. In organisatorischer Hinsicht werde ich die Verantwortung an Regionaltrainer Toralf Richter abgeben, der schon seit Jahren eine wesentliche Rolle spielt.

Beim Steinkuppen-Crosslauf in Holzhau wurden auch die Sieger der vergangenen Winter-Serie geehrt. Lief in der kalten Jahreszeit alles nach Plan?

Leider nicht, hier hat uns der Winter im Dezember und Anfang Januar im Stich gelassen. Gleichwohl ist es uns dank des großen Engagements der Helfer in den beteiligten Vereinen und dank der Tatsache, dass wir beschneite Flächen wie etwa den Skilift in Holzhau nutzen konnten, gelungen, die Serie fast vollständig durchzuführen. Die Teilnehmer hatten große Freude, und die konditionellen und skitechnischen Fähigkeiten konnten weiter entwickelt werden, was letztlich auch die guten Ergebnisse bei den Sachsenmeisterschaften zeigen.

Über die Junior Trophy haben sich schon einige Nachwuchssportler für höhere Aufgaben empfohlen - darunter auch Ihre Tochter Alexandra. Wie fällt das Fazit zu ihrer Saison aus?

Alexandra hat in ihrer Altersklasse die Junior Trophy gewonnen und beim Deutschen Schülercup einen vierten Platz erreicht. Damit bin ich schon sehr zufrieden, wenngleich ich noch Reserven sehe. In jedem Fall ist sie mit großer Freude dabei und hatte tolle Erlebnisse. Ab dem nächsten Schuljahr will sie die Sportschule in Oberwiesenthal besuchen - ich bin gespannt, wie sie sich dort weiter entwickelt.

Nehmen Sportschüler jetzt auch an den Wettkämpfen der Sommer-Trophy teil?

Wir hoffen ja. In der Vergangenheit war dies jedenfalls häufig der Fall. Die Serie ist ja bis zur Altersklasse 16 ausgeschrieben. Dadurch haben auch Sportschüler die Möglichkeit, sich multisportlich zu beweisen. Dass das sinnvoll ist, zeigen die Ergebnisse ehemaliger Junior-Trophy- Teilnehmer aus der Region, die inzwischen im Bundeskader des Skiverbandes angekommen sind. Genannt seien hier Anne Winkler und Julia Richter aus Sayda, Jakob Voigt und Marie Herklotz aus Holzhau, Nick Fritzsch aus Marienberg und Anna-Maria Dietze aus Seiffen.

Was steht für die Wintersportler sonst noch im Sommer auf dem Programm?

Wintersportler werden bekanntlich im Sommer gemacht - das ist keine Floskel, sondern tatsächlich so. Neben den Wettkämpfen der Junior Trophy ist jede multisportliche Betätigung erwünscht. So stehen Triathlon-Wettkämpfe, Einrad-Wettbewerbe und Teilnahmen an Speed-Skate-Rennen auf dem Plan.